Dr. Wolfram Roger Kinderneurologie (Neuropädiatrie) 

Nervenkrankheiten bei Kindern und Jugendlichen untersucht und behandelt der Kinderneurologe bzw. Neuropädiater, ein Kinder - und Jugendarzt, der sich auf diesem Gebiet besonders weitergebildet hat.

Dazu gehören Störungen der Entwicklung, des Verhaltens und der Motorik. Häufige Fragestellungen sind Kopfschmerzen, besondere Ausnahmesituationen wie Ohnmacht, Krampfanfälle, Fieberkrämpfe.

Nervenleiden und ihre Behandlung
Grundlage der Diagnostik sind zunächst einmal ein ausführliches Gespräch über die Anamnese (Krankenvorgeschichte, aktuelle Beschwerden) und dann die körperliche und neurologische Untersuchung. In vielen Fällen wird dann eine EEG-Untersuchung durchgeführt, die über die Hirnfunktion, lokale oder allgemeine Funktionsstörungen oder eine evtl. Anfallsbereitschaft Aufschluss gibt.

 

EEG
Die Abkürzung steht für Elektro - Enzephalo - Gramm. Wörtlich übersetzt heißt das: "Die elektrische Aktivität des Gehirns aufschreiben". Hierbei können Funktionsstörungen erkannt, und ggf. vor allem Anfallsherde für Epilepsien aufgespürt werden. Aussagen über Intelligenz oder Denken sind mit dem normalen EEG nicht möglich.

Anfallsleiden (= Epilepsie)
Die meisten Anfälle treten im Kindesalter auf, denn das kindliche Gehirn reagiert empfindlicher auf Fieber und Infekte. Die meisten Anfälle sind harmlose Affekt- oder Fieberkrämpfe und nicht Ausdruck eines angeborenen Anfallsleidens.
Aber auch ein Anfallsleiden tritt oft zum ersten Mal bei Fieber auf. Deshalb wird nach einem Krampfanfall bei Fieber ein EEG durchgeführt. Darin werden die meisten Anfallsleiden sichtbar.

Kopfschmerzen
Sie sind nicht gefährlicher als bei Erwachsenen. Wenn die Kopfschmerzen ungewöhnlich heftig sind - mit Übelkeit, Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen oder Bewusstseinsverlust einhergehen, ist eine genaue Untersuchung beim Kinderneurologen sinnvoll.

Migräne
Meist leidet ein Elternteil oder ein Angehöriger auch an Migräne. Das Kind hat ein Recht auf Linderung seiner Schmerzen. Die Kopfschmerzanfälle sind zu Beginn seltener, wiederholen sich dann aber, tauchen wieder auf und verschwinden wieder. Bei Kindern gehen sie nicht immer mit Übelkeit und Erbrechen einher, aber sie entstehen in der Regel im Tagesverlauf, verschlechtern sich bei Anstrengung, während Ruhe Erleichterung bringt. Migräneanfälle dauern 1 Stunde bis 2 Tage, auch daran können sie von anderen Kopfschmerzen unterschieden werden. Zum Ausschluss anderer Erkrankungen kann über eine neurologische Untersuchung hinaus ein EEG (s.o.) durchgeführt werden.

 

Meine Qualifikation:

Nach meinem Medizinstudium in Ungarn war ich 5 Jahre lang im Klinikum Stralsund (ehem. Bezirkskrankenhaus = Klinik der Maximalversorgung) in der Kinderklinik tätig. Hier begann ich mich schon während der Facharztausbildung Pädiatrie intensiv mit der Neuropädiatrie zu beschäftigen, sowohl im klinisch stationären Bereich als auch in den Ambulanzen der Klinik.

Im Rahmen der Ausbildung hatte ich wiederholt die Möglichkeit in der Universitäts-Kinderklinik Greifswald sowie in der Klinik für Neurologie der Universität Greifswald zu hospitieren. Hier hatte ich noch die Gelegenheit von Prof. Dr. Rabending zu lernen und einen Teil meiner Ausbildung bei Herrn Prof. Dr. Runge (Epilepsiezentrum Greifswald) zu absolvieren. Spätere Hospitationen führten mich u. a. nach Kiel/Raisdorf, Erlangen, Bonn.

Nach der Facharztausbildung orientierte ich mich aus familiären Gründen nach Bremen. Hier hatte ich 1995 auch die Möglichkeit, die Praxis meines Vorgängers, Herrn Dr. med. Helmut Volkers, der seit den 70-er Jahren eine Neuropädiatrische Sprechstunde etabliert hatte, zu übernehmen. 

2006 erwarb ich die inzwischen neu geschaffene Schwerpunktbezeichnung Neuropädiatrie. Ich bin Mitglied der Dt. EEG-Gesellschaft, der Dt. Ges. für Epileptologie (= Dt. Sektion der Internat. Liga gegen Epilepsie) und der Arbeitsgemeinschaft Niedergelassener Neuropädiater.

Mein Anliegen ist es, Kinder und Jugendliche mit neurologischen Fragestellungen und deren Familien umfassend zu betreuen, zu beraten und zu begleiten.

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